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Ein Verein für die ganze Familie

Ein Verein für die ganze Familie Wie umfangreich das Programm der DLRG-Ortsgruppe Havixbeck ist und was die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder leisten: Das wurde auf der Jahreshauptversammlung einmal mehr deutlich.
Die Jahreshauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Havixbeck ist immer ein passender Rahmen, den ehrenamtlichen Einsatz der vielen Helferinnen und Helfer, aber auch einfach die Treue der einzelnen Mitglieder wertzuschätzen. Auch diesmal konnten Vorsitzender Volkmar Brockhausen und sein Stellvertreter Jan Behr langjährigen Mitgliedern ein offizielles Danke auszusprechen.
Unterstützt von Philipp Thiel, Vertreter des DLRG-Bezirks Kreis Coesfeld, gratulierten sie Claudia Thier und ihren Familienmitgliedern Franz-Josef, Elisabeth , Johannes, Andreas und Angelika Thier sowie Nils Zumbusch und seinen Eltern Gaby und Georg Zumbusch für ihre zehnjährige Mitgliedschaft. Weiter wurden Theresia Grewe-Pankoke, Gerlinde und Rudolf Hoel­ker, Dana Schmidt und Paul Schulte für zehn Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt.
„Wir haben es gerade auch schon wieder gesehen: Unser Verein ist stark geprägt durch ganze Familien, die ihn unterstützen“, schloss Brockhausen die Ehrungen ab. Und dies bestätigte der Geschäftsbericht: 357 Mitglieder teilten sich zum Jahresabschluss 2019 in 145 Jugendliche und 212 Erwachsene auf. Insgesamt 49 Familien sind Teil der Ortsgruppe. Diese stellen beeindruckende 155 Mitglieder.
Das vergangene Jahr war sehr erlebnisreich. Vom 34. Wasservolleyballturnier über interne Veranstaltungen wie An- und Abschwimmen oder ein Schützenfest bis hin zur 30. Offenen Vereinsmeisterschaft, aber auch bei der Unterstützung anderer Vereine bei ihren Veranstaltungen sowie der Teilnahme am Nikolausmarkt: Überall gab es für die Helferinnen und Helfer viel zu tun. Der aktive Rettungsdienst im Freibad mit 41 Rettungsschwimmern kam in 615 Einsatzstunden mit nur 29 kleineren Erste-Hilfe-Leistungen aus. Auch der Wasserrettungsdienst an der Ostseeküste mit 969 Einsatzstunden von sieben Mitgliedern der Ortsgruppe und die Unterstützung bei Strandfesten wurden in Erinnerung gerufen. Zusätzlich setzten sich die Ehrenamtlichen bei den Absicherung der Akrobatikconvention, des Freibadfestes der Havixbecker Schwimmmeister, der Sandsteinmeile sowie des „Fun-Runs“ ein.
Insgesamt 155 Kinder wurden im vergangenen Jahr im Anfängerschwimmen und 83 in Fortgeschrittenenkursen ausgebildet. An Rettungsschwimmkursen nahmen 38 Menschen teil und 56 am Behindertenschwimmen in Kooperation mit dem Stift Tilbeck.
Die Feier zum 20-jährigen Bestehen der Aktion „ DLRG im Kindergarten“ war ein weiterer Höhepunkt 2019. Elke Drewer und Tanja Strotmann, die seit Anfang an dabei sind, sich regelmäßig fortbilden und bereits 2124 Kinder mit der Aktion an die Gefahren am und im Wasser herangeführt haben, werden inzwischen von Lara Drewer, Volkmar Brockhausen und Malte Bertelmann unterstützt. 2019 besuchten 87 angehende Schulkinder aus sieben Kindertagesstätten die DLRG und ihr Maskottchen Nobbi, um sich auch an einem eigens geschriebenen Puppenspiel zu erfreuen und die Handpuppe Hannah kennenzulernen. Die Aktion der Ortsgruppe ist einzigartig im Münsterland.
„Dies ist alles nur möglich, weil wir so viele aktive Mitglieder haben, die uns unterstützen“, bedankte sich Brockhausen.
Der Vorstand wurde für seine gute Arbeit im vergangenen Jahr entlastet und der neue Jugendvorsitzende Malte Bertelmann in seinem Amt bestätigt. Volkmar Brockhausen gab weitere Veränderungen im Vorstand bekannt: Daniel Possenriede wird zukünftig als Beisitzer den Vorstand im Bereich „Einsatz“ unterstützen. Elisabeth Thier wurde zusätzlich als Mitarbeiterin des Vorstandes berufen, um den Bereich „Ausbildung“ weiter zu unterstützen.
„Ich möchte dem Vorstand auch einmal von unserer Seite ein Dankeschön aussprechen. Als Kassenprüfer haben wir einen kleinen Einblick bekommen, dass das ein weites Feld ist. Wir haben gehört, dass auch viele Anforderungen auf so einen Verein, der ehrenamtlich geführt wird, und auf uns zukommen“, gab Petra Höfken ein passendes Schlusswort für die Versammlung im Namen aller.


Malte Bertelmann leitet DLRG-Jugend

Malte Bertelmann leitet DLRG-Jugend An der Spitze der DLRG-Jugendgruppe Havixbeck steht Malte Bertelmann. Einstimmig wurde er auf dem Jugendtag als Nachfolger von Daniel Possenriede gewählt.
Malte Bertelmann ist der neue Vorsitzende der Jugendgruppe der DLRG-Ortsgruppe Havixbeck. Einstimmig wurde er auf dem Jugendtag am Dienstagabend zum Nachfolger von Daniel Possenriede, der für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung stand, gewählt. Bertelmann war bislang stellvertretender Vorsitzender der Jugendgruppe.
Zur neuen stellvertretenden Leiterin der Jugendgruppe wurde Nicole Lensing gewählt. Das Ressort Kindergruppenarbeit (KiGA) wird in Zukunft durch Tim Feldhaus, vertreten durch Finn Forster, geleitet. Nicola Daldrup und ihr Stellvertreter Jonah Gerdes haben das Ressort Fahrten, Lager und internationale Begegnungen (FLiB) unter sich. Für das Ressort Schwimmen, Retten und Sport (SRuS) sind nach den Wahlen Hendrik Deipenbrock und Max Dirks zuständig. Das DLRG-Urgestein Eva Wasserka und deren Stellvertreterin Nicola Daldrup werden weiterhin das Ressort Wirtschaft und Finanzen (WuF) führen. Für die Öffentlichkeitsarbeit ist auch im neuen Jahr Ina Geske, zukünftig vertreten durch Sebastian Becker, zuständig. Als Beisitzer wurden Julian Sundorf und Mario Blaschei in den Jugendvorstand gewählt.
Zu Beginn dies Jugendtags blickten die Teilnehmer auf ein erfolgreiches Jahr der DLRG-Jugendgruppe zurück. Gestartet waren die Kinder und Jugendlichen 2019 mit 52 Helfern und 1499 gesammelten Bäumen bei der Tannenbaumaktion, nahmen mit 34 Leitern und Kindern unter dem Motto „Mit der DLRG zum Mars“ am Karnevalsumzug teil, fuhren zur Bezirks- sowie Bezirksminimeisterschaft, richteten ihr traditionelles Pfingstlager mit 84 Teilnehmern und Helfern in Wormbach aus, feierten ein Sommerfest mit 47 Jugendlichen im Freibad und schauten eine Nacht lang Filme mit 42 Kinofans bei einer Videonacht.
Mit der 30. Offenen Vereinsmeisterschaft wurde ein Jubiläum begangen. 44 Starter maßen sich im Hallenbad miteinander. Schließlich konnten 69 angehende Rettungsschwimmer das Jahr bei der Weihnachtsfeier im Hallenbad ausklingen lassen.
Einstimmig wurde der alte Jugendvorstand von der Versammlung entlastet. „Ich möchte mich im Namen der gesamten Ortsgruppe für eure gute Arbeit im Jugendvorstand bedanken. Ich hoffe, ihr hattet alle viel Spaß dabei“, bedankte sich der stellvertretende Vorsitzende der Ortsgruppe, Jan Behr, beim ehemaligen Jugendvorstand. Anschließend sorgte Behr dafür, dass unter anderem ein neuer Jugendvorsitzender gewählt wurde. Auch Delegierte für den Bezirksjugendtag wurden gewählt.
„Es ist eine interessante Aufgabe und ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit den neuen Vorstandsmitgliedern“, blickte der neue Vorsitzende, Malte Bertelmann, nach vorne. Die Hälfte der Mitglieder des Jugendvorstands ist neu im Amt.


Neuer Rekord: Zahl der Bäume weiter gestiegen

Neuer Rekord: Zahl der Bäume weiter gestiegen Die DLRG-Ortsgruppe ist eine starke Truppe: Bei der Tannenbaumaktion der Jugend unterstützten auch ältere Mitglieder die jungen Schwimmer. Und so kam ein tolles Ergebnis zustande.
Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei – und auch die Weihnachtsbäume sind vergänglich und müssen irgendwann entsorgt werden. In Havixbeck und Hohenholte setzt sich jedes Jahr die Jugendgruppe der DLRG-Ortsgruppe Havixbeck dafür ein, dass dann das meist trockene Gestrüpp der Verwertung zugeführt wird. So auch an diesem Samstag.
Unterstützt wurde die Jugendgruppe von ehemaligen Jugendvorstands- sowie aktuellen Vorstandsmitgliedern und Mitgliedern der Aktiven Gruppe. Über insgesamt 65 kleine und große Helferinnen und Helfer konnte sich der Jugendvorsitzende Daniel Possenriede freuen. Ob als Fahrer, Baum- oder Spendensammler oder in der Küche zur Verpflegung der Einsatzkräfte – überall wurde Unterstützung benötigt, und die Ehrenamtlichen kamen gern.
„Die Tannenbaumaktion ist eine schöne Aktion, bei der Jung und Alt zusammenarbeiten und damit viel für die Jugendgruppe und ihre Aktionen in diesem Jahr erreicht werden kann“, erklärte Possenriede. „All dies ist nur durch die vielen Mitglieder der Ortsgruppe möglich.“
Und die Jugendgruppe konnte bei ihrer Sammelaktion wieder einen neuen Rekord aufstellen: 1612 Tannenbäume – 113 mehr als im vergangenen Jahr – landeten in den Transportern, die von den örtlichen Garten- und Landschaftsbauunternehmen Daldrup und Dirks sowie der Zimmerei Thier gestellt worden waren.
Ab dem frühen Morgen schafften alle eine volle Fuhre nach der nächsten gemeinsam zum Wertstoffhof. Da konnte auch der eine oder andere – trotz der Bitte der DLRG , die Bäume an die Straße zu legen – im Keller vergessene Baum die Helfer nicht aus der Ruhe bringen. Gern wurde noch beim Raustragen geholfen.
Am Ende des Tages, bei dem auch das Wetter mitspielte, zeigte sich Daniel Possenriede sehr zufrieden: „Ein großer Dank geht an alle Havixbecker, die uns auch mit ihren Spenden unterstützen. Ein weiterer Dank geht an alle Helfer, die sich stark für diese Aktion und die Jugendgruppe einsetzen.“
Dank der Spenden kann die Jugendgruppe zum Beispiel am Havixbecker Karnevalsumzug teilnehmen, ein Pfingstlager sowie weitere kleinere Aktionen im Jahr ausrichten, aber auch die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung mit Material unterstützen sowie die Teilnahme an Wettkämpfen ermöglichen.
Artikel der WN mit Fotostrecke


Man bekommt ganz viel zurück

Man bekommt ganz viel zurück Ein Verein kann nur funktionieren, wenn sich die Mitglieder auch engagieren. Das tun oft nur wenige – wir haben mit zwei jungen Menschen gesprochen. Nicola Daldrup und Daniel Possenriede sind echte Ehrenamtler.
Ein Verein lebt von seinen Mitgliedern, aber vor allem vom Engagement einiger weniger für ein funktionierendes und attraktives Vereinsleben. Dieses Engagement ist oft ehrenamtlich – wie zum Beispiel bei der DLRG-Ortsgruppe Havixbeck, in der traditionell Einsatzkräfte sowie Vorstandsmitglieder aus der Jugendgruppe heraus gebildet werden.
Nicola Daldrup (22) und Daniel Possenriede (20) sind „lebende“ Beweise, wie aus einem einfachen Interesse am Schwimmsport ein Leben für das Ehrenamt mit hohem persönlichem Einsatz werden kann. „Ich bin über eine Freundin, mit der ich auch an der Schwimm-AG der Anne-Frank-Gesamtschule, die von der DLRG betreut wurde, teilgenommen habe, an den Verein herangeführt worden“, erinnert sich Nicola Daldrup, die 2010 relativ früh als Quereinsteigerin Mitglied in der Ortsgruppe wurde. Zuvor war sie regelmäßig zum Schwimmen zum in den Baumbergen gelegenen Gut Holtmann gefahren. Nachdem Nicola Daldrup den üblichen Werdegang durch die Trainingsgruppen drei bis fünf absolviert hatte, fühlte sie sich 2013 bereit, selbst eine Trainingsgruppe sowie Schwimmkurse zu leiten.
Bereits ein Jahr darauf ließ sie sich in den Jugendvorstand wählen, um aktiv im Ressort „Kindergruppenarbeit“ (KiGA) Veranstaltungen wie das beliebte Pfingstlager, Sommerfeste und Weihnachtsfeiern mitzugestalten. „Guck dir das doch mal an“, war der knackige Satz, der Nicola in das Amt lockte und sie bis heute, wenn auch inzwischen im Ressort „Wirtschaft und Finanzen“, dort hält.
Die gebürtige Billerbeckerin musste auch einen Interessenkonflikt durchstehen, der viele Jugendliche trifft. Irgendwann stand die Entscheidung an, ein Hobby für das andere an den Nagel zu hängen, um Freizeitstress zu vermeiden. Mit ihrer Entscheidung hatte die junge Frau allerdings noch mehr Zeit für die DLRG-Ortsgruppe und trat 2014 der „Aktiven Gruppe“ bei.
„Egal, ob jung oder alt, dick oder dünn – alle stehen bei den Aktiven zusammen. Ich würde gern ein Teil dieser Gemeinschaft sein“, schrieb sie bereits in ihre Bewerbung zur Aufnahme in die Gruppe. Ihre Meinung bestätigte sich in der Arbeit im Wasserrettungsdienst im Havixbecker Freibad sowie am Schönberger Strand in der bereits fünften Saison, aber auch bei den verschiedenen anderen Veranstaltungen. „Man kommt in einer solchen Gruppe mit komplett unterschiedlichen Meinungen und Sichtweisen in Kontakt, die man vielleicht außerhalb des Vereins nicht kennenlernen würde. Das Miteinander von Jung und Alt ist toll“, zeigt sich Nicola Daldrup immer noch begeistert, auch wenn sie inzwischen einige Kehrseiten des Ehrenamtes kennenlernen durfte. Seit diesem Jahr ist sie als Leiterin Ausbildung zusätzlich noch Mitglied im Ortsgruppenvorstand und absolviert neben ihrem Studium der „Angewandten Pflanzenbiologie“ mindestens 450 Stunden im Jahr für die Jugend- sowie restliche Ortsgruppe. Seit dem Erhalt des „Lehrscheins“, für den sie viele Stunden während ihrer Ausbildung zur Gärtnerin in Fachrichtung Baumschule aufwendete, leitet sie trotz viel Fahrerei zwischen ihrem Studienort Osnabrück und Havixbeck die höchsten Trainingsgruppen mit ihrem Trainerteam. „Es motiviert weiterzumachen und dran zu bleiben, wenn man beim Training Gelerntes in der Realität anwenden kann. Da kann man sogar noch spät nachts unterwegs sein und im Notfall sofort die notwendigen Schritte zur Ersten Hilfe abrufen“, macht Nicola Daldrup klar, warum sie gerne so viel Zeit für ihr Hobby opfert. „Man kann hier coole Sachen lernen und das möchte ich gerne weitergeben.“
Daniel Possenriede, der seit 2018 Jugendvorsitzender in der DLRG-Ortsgruppe ist, kann sich noch genau daran erinnern, wie er 2007 im Rettungssportverein angekommen war. „Ein Nachbar und Freund hat mich irgendwann einfach mal mitgenommen. Daraufhin bin ich relativ schnell von einer Trainingsgruppe zur nächsten gekommen“, weiß der junge Mann, der nebenbei noch leidenschaftlich Handball spielt, zu berichten. Viele Jahre lang hat er an Veranstaltungen als Trainingskind teilgenommen. Doch das war dem Havixbecker nicht genug. „Freunde von mir waren bereits im Jugendvorstand und dann wollte ich da auch rein. Ich wollte Aktionen selber mitgestalten“, erinnert Possenriede sich. „Ich habe mich schon als Kind hingesetzt und aufgeschrieben was ich im Pfingstlager toll fand und was nicht.“ So ließ er sich 2014 in den Jugendvorstand wählen, leitete Trainings- sowie Schwimmkurse und arbeitete eng mit Nicola Daldrup im Ressort KiGA zusammen. Seit 2015 ist der junge Rettungsschwimmer auch Mitglied der „Aktiven Gruppe“ und somit im Wasserrettungs- sowie Sanitätsdienst tätig.
Bei der Bewerbung in diese qualifizierte Gruppe stellte er heraus, er wolle sich im Rettungsschwimmen weiterbilden und gerne weiterhin aktiv in der DLRG arbeiten. Dies lässt sich inzwischen erfolgreich bestätigen. Seinen Einsatz weitete er 2017 auf den Wasserrettungsdienst an der Ostseeküste aus. Über 400 Stunden im Jahr sind inzwischen mindestens für die ehrenamtliche Arbeit im Verein verplant, denn neben der aktiven Arbeit im Stammverband fordert die Jugendgruppe einiges an freier Zeit ein. „Damals wollte keiner den Posten übernehmen. Und ich dachte, ich hätte viel Zeit“, erinnert sich Daniel Possenriede mit einem Lachen daran, wie er an den Jugendvorsitz gekommen war. Dennoch bereut er die Entscheidung nicht. Zusätzlich hat Possenriede seit diesem Jahr einen Beisitzerposten im Bezirksjugendausschuss der DLRG Bezirk Kreis Coesfeld inne. Derzeit sei er in freudiger Erwartung auf einen Medizinstudienplatz und nutzt die Zeit nach dem Abitur zur Ausbildung zum Rettungssanitäter.
„Wir machen unsere Aufgaben gern. Da zählen die vielen Arbeitsstunden für das Ehrenamt nicht“, sind sich Nicola Daldrup und Daniel Possenriede, die sich über den Verein kennen gelernt haben, einig. Leider fehle es immer mehr an engagiertem Nachwuchs, der auch bereit sei, sich aktiver einzusetzen. „Das liegt wahrscheinlich an der Resonanz der Leute. Viele freuen sich, wenn sich das Ehrenamt engagiert, aber sie honorieren den Aufwand, der hinter der Arbeit steckt, nicht“, kennen die beiden jungen Menschen, die sich auch als Schnittstelle zwischen der Jugendgruppe und dem Stammverband sehen, den Grund warum immer mehr Menschen kein Ehrenamt mehr ausüben wollen. „Es ist manchmal sehr zeitaufwendig. Aber je mehr Leute dabei sind, desto weniger Arbeit ist es für alle“, hoffen die beiden jungen Vorstandsmitglieder in Zukunft mehr engagierten Nachwuchs begrüßen zu dürfen.
Im Verein und im Ehrenamt lerne man viele Menschen kennen, mit denen oft Freundschaften geschlossen würden. Und in vielen Fällen gingen die Freundschaften auch über die Grenzen des Vereins hinaus und man würde gemeinsam viel Freizeit in anderen Bereichen verbringen. „Die DLRG-Ortsgruppe ist ein toller Verein für alle – nicht nur für Havixbecker. Und für jeden gibt es einen Platz und eine Aufgabe. Auch Quereinsteiger sind willkommen“, sind beide überzeugt.


Polonaise durch das Hallenbad

Polonaise durch das Hallenbad 70 Kinder und deren Trainer tobten in den Vereinsfarben rot und gelb durch das Wasser. Vereinzelt blitzten Weihnachtsmütze auf, wenn die angehenden Rettungsschwimmer im Becken auftauchten.
Die Jugendgruppe der DLRG Havixbeck hat den letzten Trainingsabend des Jahres in weihnachtlichem Ambiente im Hallenbad verbracht. Weihnachtslieder hallten durch das Schwimmbad. 70 Kinder und deren Trainer tobten in den Vereinsfarben rot und gelb durch das Wasser. Vereinzelt blitzten Weihnachtsmütze auf, wenn die angehenden Rettungsschwimmer im Becken auftauchten.
Es stand aber nicht das übliche Training auf dem Programm. Nach einer langen Polonaise durch das Hallenbad rutschten die Jungen und Mädchen vergnügt über die rote Elefantenrutsche ins erfrischende Nass. Bei „Brückenfangen“, „Fischer, Fischer“ und „Kettenfangen“ tobten sich alle aus.
Dann wurde es ruhiger. Spannung lag in der Luft. Mit „Nikolaus, komm‘ in unser Haus“ lockten die Kinder den weisen Mann hinein ins Warme.
Unter ihren Mänteln kamen der Nikolaus und Knecht Ruprecht ordentlich ins Schwitzen. „Wie ich gesehen habe, kommt ihr immer sehr zahlreich und regelmäßig zum Training. Ihr bemüht euch stets, eine gute Leistung abzuliefern und euch immer weiter zu verbessern“, freute sich der Mann mit dem Rauschebart über tadelloses Verhalten. Doch er musste auch einige ermahnen: „Manchmal scheint ihr euren Trainern einige Nerven zu kosten. Arbeitet in Zukunft an eurer Aufmerksamkeit.“ Auch Tipps bezüglich des Erlernens des Kraulschwimmens oder dem Üben der Befreiungsgriffe hatte der heilige Mann noch parat.
„Ihr seid im Verein mit euren Freunden zusammen und könnt auch außerhalb des Wassers gemeinsam an vielen Aktionen teilnehmen. Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder. Und dann werden wir gemeinsam sehen, wie weit ihr gekommen seid“, verabschiedeten sich Nikolaus und Ruprecht zu einem vielstimmigen Gesang zu „Schneeflöckchen, Weißröckchen“.
Mit einem Stutenkerl in der Hand ging es für die Mitglieder der Jugendgruppe in die Winterpause. Im neuen Jahr wollen sie fleißig weitertrainieren.
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Eine Nacht voller Filmhighlights

Eine Nacht voller Filmhighlights Zu einer langen Videonacht traf sich die Jugendgruppe der DLRG Havixbeck im Schulungsraum im Freibad. Beliebte Kinderfilme flimmerten über die Leinwand.
„Ich bleibe die ganze Nacht wach“, machten sich die 35 Mädchen und Jungen der Jugendgruppe der DLRG-Ortsgruppe Havixbeck bei der traditionellen Videonacht zum Vorsatz. Auch beim letzten Mal hätten sie es geschafft, alle Filme zu schauen. „Es ist immer ein Highlight für die Kinder, dass sie nicht wie zu Hause irgendwann ins Bett müssen“, wusste Jugendvorsitzender Daniel Possenriede zu berichten. „Aber natürlich haben die meisten irgendwann mal ein Auge zugetan“, plauderte Possenriede mit einem Augenzwinkern aus.
Eingemummelt in ihre Schlafsäcke, das Lieblingskuscheltier im Arm und bequem auf die Luftmatratze gebettet, wurden die Filme „Pets“, „Tim und Struppi“, „Rotkäppchen“, „Der Spongebob Schwammkopf Film“, „Narnia“, „Hotel Transsilvanien“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“ und „Die Monster AG“ geschaut. Zur Stärkung gab es leckere Burger vom Grill. Passend zum Kinoerlebnis wurden Chips und Popcorn gereicht.
Nach der schlaflosen Nacht mit den verschiedenen Kinderfilmhighlights machten sich die jungen Schwimmerinnen und Schwimmer mit einem nahrhaftem Frühstück und Frühsport wieder fit, um in den Tag zu starten. „Die meisten werden jetzt wohl erst einmal noch ein bisschen Schlaf nachholen.“, übergab der stellvertretende Jugendvorsitzende Malte Bertelmann mit seinen Mitstreitern des Jugendvorstandes die Kinder an die Eltern und zeigte sich wieder zufrieden mit der langen Filmnacht.


Erster Start bei großem Wettkampf

Erster Start bei großem Wettkampf Früh übt sich, wer ein Schwimmprofi werden will. So trat eine kleine Abordnung der Jugend der DLRG-Ortsgruppe Havixbeck im Klutensee-Bad in Lüdinghausen bei den Bezirksminimeisterschaften der DLRG-Bezirksjugend Kreis Coesfeld an.
Früh übt sich, wer ein Schwimmprofi werden will. So trat eine kleine Abordnung der Jugend der DLRG-Ortsgruppe Havixbeck im Klutensee-Bad in Lüdinghausen bei den Bezirksminimeisterschaften der DLRG-Bezirksjugend Kreis Coesfeld an. In den Disziplinen Brustschwimmen, Rückenschwimmen ohne Armtätigkeit und Freistilschwimmen, jeweils über 25 Meter, maßen sich die Mädchen und Jungen mit fast 100 Schwimmern der Jahrgängen 2009 bis 2013 aus acht Ortsgruppen.
In der Altersklasse (AK) Mini II weiblich belegten Anna Hauzel den 23. Platz und Mila Kraft den 8. Platz. In der AK Mini II männlich holte sich Max Hellenkamp den 7. Platz. Den 17. Platz belegte Marlene Wagner in der AK Mini I weiblich. Pascal Hauzel belegte in der AK Mini I männlich den 20. Platz und Jonas Hellenkamp den 7. Platz.
„Ihr habt eine gute Leistung gebracht und euch toll geschlagen“, zeigte sich Daniel Possenriede, Jugendvorsitzender der Havixbecker Ortsgruppe, zufrieden mit der Leistung der jungen Mitglieder, die das erste Mal bei einem so großen Wettkampf angetreten waren.


Die Vereinsrekorde purzelten

Die Vereinsrekorde purzelten Nicht nur die Stimmung war toll bei den DLRG-Vereinsmeisterschaften. Auch die Leistungen waren hervorragend.
Die DLRG-Ortsgruppe Havixbeck durfte im Havixbecker Hallenbad ein besonderes Jubiläum begehen: Bereits zum 30. Mal richtete der Verein mit tatkräftigem Einsatz der Jugendgruppe und des Jugendvorstandes die Offenen Vereinsmeisterschaften aus.
Wie es inzwischen Tradition ist, waren nicht nur Vereinsmitglieder, sondern alle Schwimmbegeisterten eingeladen, mit ihren Familien, Freunden, Fans und Trainern in das kleine Hallenbad mit einer Bahnlänge von 16,70 Metern zu kommen und sich im Wasser miteinander zu messen. „Es ist toll wie viele gekommen sind, um an unserem Wettkampf teilzunehmen“, freute sich Jugendvorsitzender Daniel Possenriede.
44 Mädchen und Jungen sowie Frauen und Männer verschiedenster Altersklassen traten in den drei Disziplinen Brustschwimmen, Rückenschwimmen mit Grätschwung ohne Armtätigkeit sowie Freistilschwimmen gegeneinander an. „Anlässlich des Jubiläums haben wir uns für dieses Jahr auch eine Besonderheit ausgedacht“, berichtete der stellvertretende Jugendvorsitzende Malte Bertelmann. „In der Disziplin Swim4Fun treten die Teilnehmer mit aufblasbaren Schildkröten gegeneinander an und müssen dabei zwei Bahnen absolvieren.“
Und die Teilnehmer gaben wirklich alles, um einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern. Dabei wurden so einige Vereinsrekorde gebrochen. Lenya Gerdes (AK bis 7 Jahre, weiblich) unterbot den Rekord im Rückenschwimmen um 1,18 Sekunden, Sara Szabo (AK bis 7 Jahre, weiblich) war 4,34 Sekunden im Freistilschwimmen schneller, und Marlene Wagner (AK 8-9 Jahre, weiblich) war im Rückenschwimmen 0,76 Sekunden schneller. Insa Zumrode (AK 10-12 Jahre, weiblich) knackte sogar in zwei Disziplinen den Vereinsrekord: den im Brustschwimmen unterbot sie um 0,19 Sekunden und den im Freistilschwimmen um 0,11 Sekunden. Beim Brustschwimmen (AK 19-21, männlich) war Daniel Possenriede 0,53 Sekunden und im Rückenschwimmen Thomas Wehner (AK 41-50, männlich) 1,26 Sekunden schneller. In der Altersklasse 22-30 Jahre, weiblich konnte Nicola Daldrup beim Brust-, Freistil- und auch beim Rückenschwimmen die Rekorde brechen. Durch 4,56 Sekunden, 1,41 Sekunden und 1,35 Sekunden Differenz zum vorherigen Rekord ist sie jetzt Rekordhalterin in den drei Disziplinen.
Eine weitere Schwimmerin konnte in ihrer Altersklasse (16-18 Jahre, weiblich) in allen drei Disziplinen neue Rekorde aufstellen. Noa Keshet war im Brustschwimmen 3,06 Sekunden, im Rückenschwimmen sogar um 11,09 und im Freistilschwimmen um 10,27 Sekunden schneller als die vorherigen Rekordhalterinnen und ließ dabei sogar die Männer in ihrer Altersklassen um Längen zurück. Da überraschte es dann keinen mehr, dass sie am Ende der Siegerehrung neben ihren Goldmedaillen auch den Wanderpokal und den Titel „Vereinsmeisterin 2019“ entgegennehmen durfte.
„Es war ein toller Wettkampfnachmittag. Danke für eure Bemühungen“, waren sich die Schwimmerinnen und Schwimmer sowie ihre Anhänger einig. Und dem konnte Daniel Possenriede, der ebenfalls den vielen ehrenamtlichen Helfer dankte, nur zustimmen: „Es ist zwar immer aufregend und etwas anstrengend, aber am Ende des Tages hat es sich doch gelohnt.“
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